ADHS Diagnostik
Die ADHS Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen in unserer Praxis erfolgt in mehreren Schritten und orientiert sich an den wissenschaftlichen Leitlinien.
1. Psychotherapeutische Sprechstunde und Anamneseerhebung
In einem ersten Gespräch sammeln wir Informationen über die Entwicklungsgeschichte Ihres Kindes, frühere und aktuelle Verhaltensweisen, schulische Leistungen, familiäre Hintergründe und die medizinische Vorgeschichte. Hierbei wird auch die aktuelle Problematik besprochen und die spezifischen Symptome von ADHS abgefragt. Bei Kindern unter 10 Jahren führen wir das Erstgespräch nur mit den Eltern.
2. Fragebögen und standardisierte Tests
Um die Symptome genauer zu erfassen, werden standardisierte Fragebögen eingesetzt, die von Eltern, Lehrern und manchmal auch von dem Kind ausgefüllt werden. Zusätzlich können Tests zur Intelligenzdiagnostik, Konzentrations- und Aufmerksamkeitstests sowie Tests zur Erfassung von Lernstörungen durchgeführt werden. Diese Tests helfen uns dabei, ADHS Sympotme von anderen Störungsbildern abzugrenzen.
3. Verhaltensbeobachtung
Wir beobachten das Verhalten Ihres Kindes in der Praxis. Dies kann während der Tests, in Spielsituationen oder in strukturierten diagnostischen Situationen erfolgen. Das Verhalten Ihres Kindes in Bezug auf Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität wird genau dokumentiert.
4. Informationen aus verschiedenen Lebensbereichen
Um ein umfassendes Bild erhalten wir zudem, wenn wir (mit Ihrem Einverständnis) Informationen aus unterschiedlichen Lebensbereichen des Kindes einholen:
Schule: Rückmeldungen von LehrerInnen über das Verhalten und die Leistung Ihres Kindes im Unterricht.
Familie: Berichte der Eltern über das Verhalten zu Hause und in der Freizeit.
Andere Betreuungspersonen: Informationen von weiteren Betreuungspersonen oder Hobbys, die das Kind regelmäßig besucht.
5. Differentialdiagnostik
Ein wichtiger Teil der Diagnostik ist die Differentialdiagnostik. Wir überprüfen, ob die Symptome nicht durch andere psychische oder medizinische Störungen erklärt werden könnten. Dazu gehören z.B. Angststörungen, Depressionen, Lernschwierigkeiten oder neurologische Erkrankungen.
6. Zusammenführung der Ergebnisse und Diagnose
Nach Abschluss der diagnostischen Maßnahmen werden alle Informationen zusammengeführt und analysiert. Wir besprechen die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen in der Diagnostikvorstellung. Bei einer positiven Diagnose wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt und Empfehlungen ausgesprochen.