Kummer in Freundschaften
Wenn Beziehungen, ob romantisch oder freundschaftliche Beziehungen, in die Brüche gehen, trauern wir. Häufige Reaktionen darauf können Trauer, Wut, Einsamkeit und Hilflosigkeit oder Verzweiflung sein. Es wird eine Leere hinterlassen, die wir spüren. Freundschaftskummer darf sich genauso entsetzlich anfühlen wie der Liebeskummer. Nach einer Trennung fragt unser Umfeld ständig danach, wie es uns geht, ruft an, schreibt, schlägt Ablenkung vor. Wenn wir aber FreundInnen verlieren, ist dies meist kein großes Thema. Der Schmerz kann aber genauso stark oder sogar intensiver sein, wenn wir eine uns so nahestehende Person verlieren. Mit unseren engsten FreundInnen teilen wir unsere Gefühle und Gedanken, erleben viel gemeinsam und holen uns Ratschläge. Auch wenn es sich um plantonische Beziehungen handelt, spüren wir nicht weniger intensive Emotionen. FreundInnen, sind wie Familie, die wir uns selbst ausgesucht haben. Auf den Umgang mit Freundschaftskummer haben wir uns nicht schon durch etliche Filme oder Lieder vorbereiten können, man fühlt sich alleine mit dem Schmerz. Es ist wichtig, sich den Schmerz zu erlauben und auszuleben. Über den Trennungsschmerz sollte mit anderen gesprochen werden. Zudem könnte man einen Abschiedsbrief an die Person schreiben, in welchem man die Freundschaft wertschätzt und seine Gefühle reflektiert. Danach kann man entscheiden, ob man diesen Brief abschicken möchte oder einfach für sich geschrieben hat. Mit der Zeit wird die Trauer weniger und aushaltbar.
Ein Beitrag von Laura Kahl